Landluft

"Fenster auf: LANDLUFT in´s Wirtshaus"

Landluft, die Freyunger Mundartband, ist seit mehr als 20 Jahren aus der Musikszene Südostbayerns wohl nicht mehr wegzudenken.  Dass die fünf Herzblutmusiker und Träger diverser Kulturpreise sich über diese lange Zeit immer wieder weiterentwickelten und ihre Musik „neu erfinden“ wollen,  ist ihnen ein zentrales Anliegen.

Konsequenterweise ist auch ihr nunmehr jüngstes Projekt denkbar ungewöhnlich und neuartig. Selbst schon immer Anhänger der bayrischen Wirtshauskultur und deshalb auch gerne des Öfteren im Wirtshaus anzutreffen, haben sie sich Gedanken über die traditionelle Verstrickung von Wirtshaus und Musik gemacht.

War nicht über Jahrhunderte hinweg das Wirtshaus Mittelpunkt des nahezu kompletten gesellschaftlichen Lebens, in dem sämtliche Festlichkeiten „von der Wiege bis zur Bahre“ begangen wurden? Nicht nur das leibliche Wohl durch Essen und Trinken fand hier seine Befriedigung, auch politische Diskussionen sowie persönliche Angelegenheiten bis hin zur tätlichen Auseinandersetzung wurden  in dieser so bedeutenden „Lokalität“ ausgetragen. Und war nicht, zumindest in ländlichen Gegenden, dieses Wirtshaus - neben der Kirche - der einzige Ort, an dem Musik wirklich im wahrsten Sinne des Wortes erlebt werden konnte?

Was lag den Fünf also näher, als Leidenschaft und Profession wieder zueinander zu führen, indem sie auf großes Equipment auf großer Bühne verzichteten, um wieder „zurück ins Wirtshaus“ gehen zu können. Der direkte Kontakt zum Publikum auf engem Raum, der jeden Zuschauer das „Handgemachte“ am Musizieren erleben lässt, stellt den Reiz eines Wirtshauskonzerts dar, macht den Vorgang des Musizierens wieder greifbar.

Und weil aber das Eine zum Andern gehört, ein Wirtshausabend ohne „G’schmaatz“ nur eine halbe Sache wäre, würzen Landluft ihr Programm mit den berühmt berüchtigten „G’schichtn über d’Leid fia d’Leid“ . Mit bodenständigem Humor wird über Erlebtes und Un-Erhörtes nicht ohne ein gewisses Augenzwinkern fabuliert, somit zum Leben gebracht und am Leben erhalten. „Weil’s am End´ a so gween sa kannt“ …

Wie meinte (der ebenfalls für eine gewisse Wirtshausaffinität bekannte) Mark Twain so treffend: „Für eine Geschichte braucht man drei Dinge: Eine Pointe, einen Erzähler und Menschlichkeit“

– und eine gute Portion Musik, meint   LANDLUFT !

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